Über mich – was hat mich zur Osteopathie geführt?
Manchmal führt uns nicht ein Plan zu unserem Beruf, sondern eine Erfahrung.
Während meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin erlitt ich selbst mehrere Bandscheibenvorfälle. Seit dieser Zeit wurde mir schmerzhaft bewusst, dass die reine Behandlung von Symptomen nicht ausreicht. Natürlich können Schmerzen gelindert werden – doch oft kehren sie zurück, wenn die eigentlichen Ursachen unbeachtet bleiben.
Ich habe am eigenen Körper erfahren, wie wichtig es ist, den Menschen als Ganzes zu sehen: mit seiner Geschichte, seinen alten Verletzungen, seiner psychischen Belastung, seinem Alltag. Der Körper speichert Erfahrungen – und er reagiert darauf.


Mein Aha-Moment
Nachdem ich einige Jahre als Physiotherapeutin tätig war, kam er entscheidende Wendepunkt bei meiner ersten Fortbildung in craniosacraler Therapie: die Erkenntnis, dass man mit sehr sanften Methoden unglaublich viel erreichen kann. Hier lernte ich, dem Körper zuzuhören, sich einzufühlen und nicht mit Kraft gegen Widerstände zu arbeiten sondern ein Angebot zu schaffen, in dem sich das Gewebe selbst entspannen kann.
Ich war tief beeindruckt davon, wie wenig Druck tatsächlich notwendig ist, um nachhaltige Veränderungen im Körper anzustoßen. Oft braucht es nicht mehr Intensität – sondern mehr Präsenz und die richtige Intention.
Mein eigener Körper reagierte deutlich besser auf diese achtsame, feinfühlige Herangehensweise als auf rein mechanische Techniken. Diese Erfahrung hat meine therapeutische Haltung grundlegend verändert.
Mehr als Symptomtherapie
Für mich bedeutet Osteopathie:
- nicht nur Schmerzen/Symptome zu behandeln
- sondern Zusammenhänge zu verstehen
- Ursachen aufzuspüren
- mit viel Gefühl auf die individuellen Bedürfnisse des Körpers einzugehen
- und nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen
Alte Verletzungen, emotionale Belastungen, Stress, Operationsnarben oder langjährige Fehlhaltungen – all das spielt eine Rolle. Körper und Psyche lassen sich nicht trennen.
Mein Hauptanliegen: Ich arbeite nicht gegen den Körper, sondern mit ihm.
Der Faktor Zeit
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist Zeit.
In vielen physiotherapeutischen Settings herrscht heute ein „schnell, schnell“, das den Patienten auch von den meisten Arztbesuchen bekannt vorkommt. Doch der Körper braucht Sicherheit und Ruhe, um loslassen zu können. Wenn wir ständig im sympathischen Stressmodus sind, kann Heilung nur begrenzt stattfinden.
In meiner osteopathischen Arbeit schaffe ich bewusst Raum:
Raum für Entspannung.
Raum für Regulation.
Raum für ein entspanntes Nervensystem
Erst wenn Entspannung möglich ist, kann der Körper in einen Zustand kommen, in dem echte Veränderung möglich wird.

Meine Weiterbildungen
Nach meiner physiotherapeutischen Ausbildung habe ich mich bewusst für die Weiterbildung in Osteopathie entschieden und bilde mich kontinuierlich fort. Mein Anspruch ist es, mein Wissen stetig zu vertiefen und meine Wahrnehmung weiter zu verfeinern.
Zusätzlich zu meiner Osteopathie-Ausbildung beim Osteopathie-Institut Deutschland (mind. 1350 Stunden) habe ich unter anderem folgende Zusatzqualifikationen:
Lymphdrainage
Manuelle Therapie (Eden-Reha)
Kiefergelenkstherapie (Fortbildungsakademie Pschick)
Fußreflexzonenmassage (Fortbildungsakademie Pschick)
Seit 2023 in der Praxisgemeinschaft LebensRaum in Tegernheim mit
Hebamme
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Coachin und Kunsttherapeutin
Daria Abbenante
Lioba Abbenante
Michaela Diesch
